Oppenau - Renchtal - Im Schwarzwald ganz vorn.

Nationalparkgemeinde Oppenau

Inmitten des Renchtals liegt die historische Stadt Oppenau. Besonders die Klosterruine Allerheiligen mit den beeindruckenden Wasserfällen im Lierbachtal zeugt von Oppenaus lebendiger Geschichte und zählt gleichzeitig auch zum Nationalpark Schwarzwald. 

Oppenau gilt als Mekka für Gleitschirmflieger. Bestaunen Sie als Zuschauer die Akrobaten der Luft oder heben Sie selbst ab. Mit den vier Startplätzen ist Oppenau der wohl einzige Ort in deutschen Mittelgebirgen, in dem bei allen Windrichtungen gestartet werden kann. Auch Tandemflüge werden angeboten. 

In Oppenau finden Sie als Wanderer leichte Wege und anspruchsvolle Pfade. Belohnt werden sie mit fantastischen Aussichten von den Schwarzwaldbergen über die Rheinebene bis ins benachbarte Elsaß. Sowohl während als auch nach dem Wandern finden Sie zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Brennereien, die das berühmte Schwarzwälder Kirschwasser sowie den für das Renchtal typischen „Rossler“ (Topinambur) herstellen. 

Unser Wandertipp: Der neu errichtete Buchkopfturm oberhalb des Maisachtals. Genießen Sie den herrlichen Panoramablick-vom Turm aus hier über unsere Webcam

Weitere Informationen erhalten Sie über die Servicestelle Oppenau der Renchtal Tourismus GmbH sowie unter www.oppenau.de.

Oppenau im Renchtal im Schwarzwald
 

Buchkopfturm

Der Standort des Turms liegt in der Ortschaft Maisach im Stadtwald Oppenau, Distrikt Wernest, oberhalb des Anwesens Bad Antogast im Gewann Buchkopf / Auf der Buche in unmittelbarer Nähe zum Westweg und dem Qualitätswanderweg Renchtalsteig.

Von dort aus ist eine Aussicht über weite Teile des Schwarzwalds, über die Rheinebene bis zu den Vogesen gegeben. Der Weißtannenturm ist 28 Meter hoch und liegt 921 Meter über NN. Er hat 8 Stockwerke, die in moderner Brettsperrholzbauweise gebaut wurden. Damit diese Konstruktion hält, kamen 13 Tonnen Stahl mit dazu. Die Hülle außen wie innen besteht aus heimischer Weißtanne.

Der Durchmesser beträgt ca. 6,50 Meter; das Gesamtvolumen ca. 1000 kbm. Durch die offene Sechseckform ist in jedem Geschoss ein voller Rundblick möglich. Das oberste Geschoss erreicht man über ca. 140 Treppenstufen mit Halbpodesten.

Weitere Infos und Wandervorschläge finden Sie auf der Homepage des Turms: http://buchkopfturm.renchtal.de/

Kloster Allerheiligen

Das Kloster Allerheiligen im Ortsteil Lierbach, das zwischen 1191 und 1196 gegründet wurde, geht auf eine Stiftung von Uta von Schauenburg zurück. Uta von Schauenburg berief den Orden der Prämonstratenser in das Kloster, welcher auch die zum Kloster gehörenden Güter verwaltete und die umliegenden Pfarreien betreute. Ab dem späten 13. Jahrhundert kamen viele Pilger nach Allerheiligen.

Den Mönchen lagen die Menschen der umliegenden Gemeinden am Herzen. Bereits im späten Mittelalter unterrichteten sie die Kinder der Umgebung. Seine letzte Blüte erlebte das Kloster im 18. Jahrhundert durch ein überregional anerkanntes Gymnasium. Der Orden führte das Kloster, das im Zuge der Säkularisation seit 1802 Karl Friedrich Markgraf von Baden gehörte, bis zum Ende des Schuljahres 1803. Danach standen die Gebäude leer und wurden 1816 auf Abbruch versteigert. Die Reste der einst bedeutenden Anlage erlangten erst wieder Beachtung, als etwa um 1840 die nahen Wasserfälle mit Leitern und Treppen erschlossen wurden. August von Bayer, der erste badische Konservator, setzte sich ab 1844 für den Erhalt Allerheiligens ein.

Knapp 30 Jahre später wurde das erste von zwei Kurhäusern gebaut, da Touristenströme nach Allerheiligen kamen. Karl Baedeker hatte 1853 das Tal besucht und Allerheiligen in seine berühmten Reiseführer aufgenommen. Die Kurhäuser werden als Gästehäuser von der ICPE (http://www.icpe.de/) betrieben. Eine Kapelle für Hochzeiten u.ä. Veranstaltungen kann hier gemietet werden.
Die Ruinen des Klosters Allerheiligen werden als eines der frühesten Beispiele gotischer Baukunst eingestuft. Mehrere Brände beschädigten die Gebäude.

Heute ist die Klosterruine frei zugänglich. Einkehren können Sie im Klosterhof-Allerheiligen.

Wasserfälle Allerheiligen

Die Allerheiligen Wasserfälle zählen zu den schönsten und höchsten Wasserfällen des Schwarzwaldes. Eingebettet in der Bergwelt von Schliffkopf, Hundskopf und Schwabenkopf stürzen sie sich über sieben Kaskaden fast 90 Meter die steilen Felsen hinab. Diese Naturattraktion wurde 1840 durch einen malerischen Weg erschlossen, der die Besucher über zahlreiche Treppen die Schlucht entlang und auf mehreren Brücken über die Wasserfälle hinweg führt. Neben der Klosterruine stellen die Wasserfälle die Hauptattraktion Allerheiligens dar und sind besonders im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für jeden Naturbegeisterten.

Die zum Waldgebiet gehörenden Wasserfälle blieben auch nach der Aufhebung des Klosters noch einige Zeit unzugänglich. Die Erschließung der Schlucht 1840 erfolgte durch das Engagement des Forstmeisters Eichrodt, Leiter des Forstamtes Achern, und des Forstaufsehers Mittenmaier, der 1838 nach Allerheiligen gekommen war.

Es wurde ein bis zu zwei Fuß breiter Weg angelegt, wobei die Felsabstürze bei den sieben Fällen mit Leitern überwunden werden mussten. Dies war für Wanderer und Touristen natürlich sehr abenteuerlich, aber auch recht gefährlich. Nachdem die Erschließung und Durchsteigung mit Leitern bekannt geworden war, interessierte sich auch die großherzogliche Hofkammer in Karlsruhe dafür. Sie stellte 1842 insgesamt 100 Gulden zur Verfügung, um einen breiteren und sicheren Weg für die Allgemeinheit anzulegen. Treppen ersetzten die Leitern, gefährliche Stellen wurden mit einem Geländer gesichert.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Servicestelle Oppenau der Renchtal Tourismus GmbH.

Oppenauer Stadttor

Im Zuge der Stadterweiterung und anstelle des bis dahin in der Stadtmauer eingebundenen Stadttors auf Höhe des Restaurants “O Sole mio“, wurde das obere Stadttor 1782 als Schwabentor erbaut. Das untere Stadttor befand sich auf Höhe des heutigen Schuhhauses Hodapp.

Das Tor trägt das Wappen der Fürstbischöfe Rohan von Straßburg, seitlich befindet sich das sogenannte Ausschellerhäusle (ehemals Zoll- Torwärterhäuschen).

Heute ist das Stadttor einbeliebter Treffpunkt der Oppenauer Narren und dies nicht nur zur Fasentszeit.