Neujahrsempfang in Oberkirch

Auftakt mit politischen Impulsen, kulturellen Höhepunkten und großer Resonanz in der Erwin-Braun-Halle

Mit einem feierlichen Neujahrsempfang hat die Stadt Oberkirch am Sonntagabend den offiziellen Start in das Heimattagejahr 2026 vollzogen. Die bis auf den letzten Platz gefüllte Erwin-Braun-Halle bildete den Rahmen für einen Abend, der politische Akzente, kulturelle Programmpunkte und die Vorstellung zentraler Elemente des Festjahres miteinander verband.

Oberbürgermeister Gregor Bühler stellte den Empfang bewusst unter das Leitmotiv von Verantwortung und Gestaltungswillen. In seiner Ansprache betonte er, dass der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel neue Antworten erfordere.
Zugleich würdigte Bühler das Engagement der kommunalen Gremien und der Stadtverwaltung für ein arbeitsintensives Jahr 2025 und dankte den 507 Mitarbeitenden der Stadt für ihren Einsatz.

Auftakt der Heimattage Baden-Württemberg unter dem Motto ,,Heimat ist da, wo Gutes entsteht“
Mit dem Start der Heimattage Baden-Württemberg 2026 rückt Oberkirch ein Jahr lang in den landesweiten Fokus..

Der Amtschef des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, Ministerialdirektor Reiner Moser, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Heimattage für das Land. „Für Oberkirch wird dies ein ganz besonderes Jahr werden. Ein Jahr lang wird Oberkirch als Heimattagestadt das Schaufenster Baden-Württembergs sein. Und darauf ist Oberkirch bestens vorbereitet“, sagte Moser. Die Heimattage böten die Chance, die eigene Heimat vorzustellen, zusammenzukommen und die Vielfalt des Landes zu erleben. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen für die Kommunen dankte er Oberkirch für die Übernahme dieser Aufgabe.

Brücken, Werte und Verantwortung
Auch Weihbischof Christian Kratz aus Straßburg, der im Jahr des 700-jährigen Stadtrechte-Jubiläum und des 300-jährigen Brennrechte-Jubiläums als Nachfolger des einstigen straßburgisch-bischöflichen Landesherren Oberkirchs zu Gast war, schlug in seinem geistlichen Grußwort den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. Er erinnerte an die enge Verbindung zwischen Baden und dem Elsass und betonte die Bedeutung von Brücken statt Grenzen. Angesichts von Krisen und Verunsicherung in der Gesellschaft rief er zu Unterscheidungskraft, Mut und Hoffnung auf und warb für Solidarität, Vertrauen und ein gemeinsames Eintreten für das Gemeinwohl.

Musik, Trailer und Maskottchen als Höhepunkte
Neben den politischen und gesellschaftlichen Impulsen prägten kulturelle Höhepunkte den Abend. Die Stadtkapelle Oberkirch unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Zeno Peters eröffnete den Empfang und begleitete ihn musikalisch. Erstmals trat das Orchester dabei in seinen neuen Uniformen auf, die mit Unterstützung der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau angeschafft wurden. Mit der Oberkirch-Hymne präsentierte die Stadtkapelle zudem ein neues musikalisches Werk, das eigens für die Stadt geschaffen wurde. Die ebenfalls aus der Feder des renommierten Komponisten Guido Rennert stammende Komposition ,,Am Fuße des Schwarzwaldes – eine Heimatsinfonie“ wird im Rahmen eines Festaktes zum 700-jährigen Stadtrechtjubiläum mit Matinéekonzert, am Sonntag, 26. April 2026, um 11 Uhr feierlich uraufgeführt.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die öffentliche Premiere des Heimattage-Trailers, der die thematische Bandbreite und die Vielfalt des kommenden Festjahres visualisierte. Große Begeisterung löste auch die Vorstellung des Maskottchens „Simpli“ aus, das als „Gesicht der Heimattage“ künftig vor allem Kindern und Familien einen spielerischen Zugang zur literarischen Geschichte Oberkirchs eröffnen soll. Das von dem Oberkircher Bildhauer Gerd Dörflinger in Zusammenarbeit mit der Designerin und Illustratorin Petra Fritz geschaffene Maskottchen wurde von den Gästen mit langanhaltendem Applaus begrüßt.

Stimmungsvoller Abschluss
Zum Abschluss des Abends erklang traditionell das Badnerlied. In der stimmungsvoll dekorierten Erwin-Braun-Halle – wurde der Auftakt der Heimattage 2026 damit feierlich beschlossen.

Foto: Mit Gutem, das in Oberkirch entstanden ist, bedankte sich Oberbürgermeister Bühler bei den Rednern des Abends – hier bei Ministerialdirektor Reiner Moser.
Denise Burkart/Stadt Oberkirch